Die Bereshit-Serie: 3.000 Flaschen, einmal destilliert

Aus den Archiven · Tannenblut

Die Bereshit-Serie: 3.000 Flaschen, einmal destilliert, nie reproduziert

Am Anfang steht eine Zahl. Dreitausend. Nicht mehr, nicht weniger. Die Bereshit-Serie von Tannenblut ist in ihrer gesamten Anlage als einmaliger Vorgang konzipiert: einmal destilliert, einmal abgefüllt, einmal dokumentiert. Danach schließt sich die Reihe. Was den Sammler an dieser Zahl interessieren sollte, ist weniger ihre Größe als ihre Endgültigkeit. Jede Flasche trägt eine Nummer, jede Nummer eine Urkunde, jede Urkunde einen Platz in einem Register, das nach der dreitausendsten Eintragung geschlossen wird. Der folgende Text erklärt, warum genau diese Zahl gewählt wurde, wie die sechs Sammlerstufen aufgebaut sind und weshalb die Serie von Beginn an als Archiv und nicht als Sortiment gedacht war.

Der Titel: Bereshit

Bereshit, das erste Wort der hebräischen Bibel, steht für Anfang, nicht für Auftakt. Ein Anfang setzt einen Rahmen, ein Auftakt erwartet Fortsetzung. Die Bereshit Serie Tannenblut ist im ersten Sinn zu verstehen. Sie beginnt und sie endet, und zwischen diesen beiden Punkten liegt eine endliche Menge an Material: Kupferdestillat aus dem Schwarzwald, wilde Botanicals, Harz der Weißtanne, Schlehe, wacholderreiche Waldluft. Dass der Titel aus der hebräischen Schrifttradition stammt, ist keine Dekoration. Die Serie ist koscher zertifiziert, die Produktion erfolgte im Rahmen rabbinischer Aufsicht, verortet in der Chabad-Lubawitsch-Tradition. Dr. Raphael Nagel (LL.M.), Gründungspartner von Tactical Management und Inhaber der Marke, hat sich früh entschieden, diesen Rahmen nicht zu verbergen, sondern ihn zur stillen Grammatik der Serie zu machen. Der Titel Bereshit ist also doppelt präzise: Er benennt den ersten und einzigen Produktionslauf, und er benennt ihn in einer Sprache, die den Sammlern dieser Serie vertraut ist. Kein Signal nach außen, eher eine Inschrift nach innen.

Warum genau dreitausend

Die Zahl 3.000 ist ein Ergebnis, kein Effekt. Sie wurde gewählt, weil sie zwei gegenläufige Anforderungen aushält. Eine Sammlergemeinschaft, die über Jahre Bestand haben soll, braucht eine gewisse Grundmasse. Wenige hundert Flaschen würden zu einem Zirkel von Einzelgängern führen, in dem der Austausch abbricht, sobald die ersten Stücke in Vitrinen verschwinden. Zehntausend Flaschen dagegen wären keine Serie mehr, sondern ein Produkt. Zwischen diesen beiden Polen liegt ein schmaler Bereich, in dem sich Dokumentation noch einzeln leisten lässt, in dem jede Flasche ein Dossier bekommt, eine Nummer, einen Zertifikatseintrag. Dreitausend ist die obere Grenze dieses Bereichs. Es ist die größte Menge, die Tannenblut noch handschriftlich, einzeln, mit rabbinischer Urkunde und, wo vorgesehen, mit hebräischem Begleitdokument ausstatten kann. Jede weitere Einheit würde den Charakter kippen. Hinzu kommt ein praktischer Aspekt: Die einmalige Destillation im Schwarzwald bemisst sich an der verfügbaren Menge wilder Botanicals eines einzigen Zyklus. Was diese Saison hergibt, geht in 3.000 Flaschen. Danach ist das Fass leer, im wörtlichen Sinn.

Sechs Stufen, ein Register

Die Bereshit-Serie gliedert sich in sechs Sammlerstufen. Sie bilden keine Hierarchie des Inhalts, der Gin ist in allen Stufen identisch, sondern eine Hierarchie der Dokumentation und der Nähe zur Quelle.

Erstens die Rebbe-Flasche, ein Einzelstück an der Spitze der Serie, mit persönlicher rabbinischer Widmung und einem originalen Rebbe Dollar im Inneren, verbunden mit der Zahl 770 aus der Chabad-Lubawitsch-Tradition. Zweitens die Holy Numbers Edition, Flaschen, die auf symbolisch aufgeladene Zahlen referenzieren, jede begleitet von einem individuellen hebräischen Dokument mit Bezug auf die Tanja, den Grundtext der Chabad-Philosophie. Drittens der Founder’s Tier 1 bis 50, handsigniert, einzeln authentifiziert. Viertens die Early Collector Edition mit signiertem rabbinischen Herkunftszertifikat. Fünftens die Premium Edition mit vollständigem Dokumentationsdossier. Sechstens die Standard Collector Bottles, die den Rest innerhalb der 3.000er Gesamtzahl ausmachen. Die Zuordnung ist endgültig. Eine Flasche aus Stufe vier wird nie in Stufe drei wechseln. Die Dokumente sind auf ihre Nummer gebunden, nicht auf den Besitzer.

Ein geschlossenes Objekt in der Zeit

Sammelwürdig ist, was sich nicht wiederholen lässt. Die Bereshit-Serie wurde aus diesem Grund von Beginn an als geschlossenes Objekt angelegt. Einmal destilliert heißt: ein einziger Brennvorgang, ein einziges Datum, eine einzige Charge. Nie reproduziert heißt: kein zweiter Lauf, keine Nachauflage, keine technische Replik unter anderem Etikett. Der kupferne Brennapparat im Schwarzwald wird nach dem letzten Abzug dieser Serie nicht für ein Bereshit II angesetzt. Was es geben wird, wenn Tannenblut in Zukunft weitere Projekte vorstellt, wird einen anderen Namen tragen, eine andere Nummer, eine andere Grammatik. Die Bereshit-Serie bleibt, was sie am ersten Tag war: eine Erstausgabe ohne Nachdruck. Dr. Raphael Nagel hat diese Regel schriftlich fixiert, sie ist Teil der Allokationsunterlagen. Für den Sammler bedeutet das eine Sicherheit, die über Verknappungsrhetorik hinausgeht. Der Markt kann die Serie nicht auflösen, weil es nichts gibt, was ihr folgen könnte. Der Wert liegt im Abschluss, nicht im Versprechen einer Fortsetzung.

Private Allokation und rabbinische Aufsicht

Die Bereshit-Serie wird nicht im offenen Handel vertrieben. Es gibt keinen Shop, keine Preisliste, kein Regal. Die Zuteilung erfolgt ausschließlich auf private Einladung über eine von Tactical Management geführte Sammlerliste. Wer eingeladen wird, erhält mit der Flasche das zugehörige Dokumentenkonvolut: Zertifikat, Seriennummer, je nach Stufe die rabbinische Urkunde, in der Holy Numbers Edition zusätzlich das hebräische Begleitdokument mit Tanja-Bezug. Die koschere Zertifizierung und die rabbinische Begleitung der Produktion sind in der Chabad-Lubawitsch-Tradition verortet. Der Name des zertifizierenden Rabbiners wird in öffentlichen Publikationen nicht genannt, die vollständige Dokumentation liegt den Zuteilungsunterlagen privat bei. Dieser Zuschnitt ist bewusst gewählt. Er schützt die Würde des religiösen Rahmens, er schützt die Privatsphäre der Beteiligten, und er hält die Serie in einem Kreis, in dem Dokumente als Dokumente und nicht als Marketingmaterial gelesen werden. Tannenblut bleibt damit konsequent innerhalb eines Prinzips, das schon die Flasche selbst bestimmt: Zurückhaltung als Form.

Am Anfang stand eine Zahl. Dreitausend Flaschen, einmal destilliert im Schwarzwald, handabgefüllt in mattschwarzes Glas, einzeln nummeriert, einzeln dokumentiert. Am Ende steht dieselbe Zahl, unverändert, abgeschlossen. Dazwischen liegt die Bereshit Serie Tannenblut als ein Objekt, das sich weder erweitern noch wiederholen lässt. Wer eine dieser Flaschen hält, hält keinen Teil eines fortlaufenden Sortiments, sondern einen Abschnitt eines geschlossenen Registers. Interessenten finden die Sammlerliste unter tannenblut.co/de/sammlerliste/.

Für wöchentliche Analysen von Dr. Raphael Nagel (LL.M.): auf LinkedIn folgen.
Die Sammlerliste bleibt offen für qualifizierte Kandidaten unter tannenblut.co/de/sammlerliste.
Auf LinkedIn folgen×

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *