Die Rebbe-Flasche und die Zahl 770 bei Tannenblut

Aus den Archiven · Tannenblut

Die Rebbe-Flasche und die Zahl 770: Der ruhende Punkt der Bereshit-Serie

In der Architektur der Bereshit-Serie von Tannenblut steht eine einzige Flasche an einer Position, die keine andere erreicht. Sie trägt keine laufende Nummer im gewöhnlichen Sinn. Sie trägt eine Zahl, die innerhalb einer bestimmten Tradition gelesen wird, bevor sie als Inventarwert gelesen werden kann. Die folgenden Seiten beschreiben diese Flasche, das Objekt, das ihr beiliegt, und die Überlegung, die zu ihrer Konzeption geführt hat. Sie beschreiben keine Legende. Sie beschreiben ein Stück, das privat allokiert wird, unter rabbinischer Aufsicht entstanden ist und an einen einzigen Sammler übergeht.

Eine Zahl, die trägt

Im Zentrum dieser Architektur steht eine Zahl. 770. Sie erscheint auf einer einzelnen Flasche, im matten Schwarz des Glases eingelassen, diskret, beinahe beiläufig. Wer die Zahl nicht kennt, liest sie als Seriennummer. Wer sie kennt, weiß, dass hier etwas anderes gemeint ist. 770 ist, innerhalb der Chabad-Lubawitsch-Tradition, keine Zahl unter anderen. Sie verweist auf einen Ort, auf eine Adresse, und damit auf ein ganzes Gedächtnis. Die Rebbe-Flasche der Bereshit-Serie trägt diese Zahl bewusst. Sie ist das einzige Exemplar innerhalb der Auflage von 3.000, das sie tragen darf. Es gibt keine Wiederholung, keine Variante, keine zweite Ausgabe. Tannenblut hat diese Entscheidung in der Anlage der Serie getroffen und im Rahmen rabbinischer Begleitung bestätigen lassen. Dr. Raphael Nagel (LL.M.), Founding Partner von Tactical Management und Inhaber der Marke, beschreibt die Flasche als ruhenden Punkt der Serie. Alle weiteren Stufen, von der Holy Numbers Edition bis zu den Standard Collector bottles, ordnen sich um dieses eine Objekt.

770 Eastern Parkway

Die Zahl verweist auf eine Adresse in Brooklyn, New York. 770 Eastern Parkway. Seit der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts ist dieses Gebäude das historische Zentrum der Chabad-Lubawitsch-Bewegung. Es war der Sitz der Leitung, ein Ort des Lernens, der Treffpunkt einer weltweit verstreuten Gemeinschaft. Chabad-Häuser in vielen Ländern haben die Fassade dieses einen Hauses architektonisch aufgenommen. Die Adresse wurde so zum Symbol. 770 steht nicht nur für ein Bauwerk, sondern für eine Denkweise, eine Linie des Lernens, eine Kontinuität zwischen Generationen. In der Tradition der Chabad-Philosophie, deren Grundtext der Tanya ist, sind Zahlen selten zufällig. Sie tragen Bedeutung, sie öffnen Türen zu Texten und zu Erinnerungen. Die Rebbe-Flasche übernimmt diese Zahl nicht als Dekoration. Sie übernimmt sie als stille Referenz. Tannenblut hat diesen Schritt nicht leichtfertig gewählt. Die Entscheidung, eine einzige Flasche mit dieser Nummer zu versehen, erfolgte im Rahmen rabbinischer Aufsicht und in Abstimmung mit dem zertifizierenden Rabbiner, dessen Name in den öffentlichen Unterlagen nicht genannt wird.

Die Flasche als Objekt

Die Rebbe-Flasche unterscheidet sich in ihrer Ausführung von jeder anderen Position der Serie. Das matte Schwarz des Glases bleibt, ebenso die Handabfüllung im Schwarzwald, ebenso die Herkunft aus kupferdestilliertem Brand auf Basis von Tannenharz, Fichte, wildem Wacholder und Schlehe. Was hinzutritt, ist die individuelle Widmung. Jede Rebbe-Flasche, und es gibt nur eine, trägt eine persönliche rabbinische Widmung. Diese Widmung wird nicht vorab veröffentlicht. Sie ist Teil der Übergabe an den Sammler, begleitet von hebräischen Dokumenten in einer Ausführung, die ausschließlich auf dieses Stück bezogen ist. Die Koscher-Zertifizierung der gesamten Produktion bildet den Rahmen, innerhalb dessen dieses Objekt überhaupt existieren kann. Ohne die Zertifizierung wäre die kulturelle Einbettung nicht belastbar. Tannenblut hat die Zertifizierung nicht nachträglich eingeholt, sondern bereits in der Anlage der Destillation berücksichtigt. Die Flasche ist in diesem Sinn kein Aufsatz auf ein bestehendes Produkt, sondern der Mittelpunkt, von dem aus die Bereshit-Serie insgesamt gedacht wurde.

Der beigelegte Rebbe-Dollar

Der Rebbe-Flasche liegt ein Artefakt bei, das für sich genommen bereits Sammlerrang hat. Ein originaler Rebbe-Dollar. Diese Dollarnoten wurden über Jahrzehnte hinweg im Umfeld der Chabad-Lubawitsch-Tradition ausgegeben, als Zeichen, als kleine Geste, als Aufforderung, den erhaltenen Betrag nicht zu behalten, sondern weiterzugeben, in Form von Zedaka, von Wohltätigkeit. Der Dollar wurde dadurch selbst zu einem Erinnerungsobjekt. Er zirkuliert heute in Sammlungen, in privaten Archiven, in Ausstellungsvitrinen. Einen solchen Dollar einer Flasche beizulegen, bedeutet eine Verbindung zweier Gattungen. Der Dollar verankert die Flasche in einer Geschichte, die älter ist als das Objekt selbst. Die Flasche verleiht dem Dollar einen neuen Kontext, eine neue Vitrine. Diese Paarung ist im Rahmen der Bereshit-Serie nur einmal vorgesehen. Sie wird nicht wiederholt, sie wird nicht öffentlich abgebildet, sie wird nicht versichert, ohne dass der Empfänger es selbst veranlasst. Die Dokumentation erfolgt privat, im Austausch mit dem Käufer und unter Begleitung der zertifizierenden rabbinischen Instanz.

Ein hybrides Vermögen

Im Gespräch mit Family Offices und Kulturstiftern beschreibt Tactical Management die Rebbe-Flasche regelmäßig als hybrides Vermögen. Ein seltener Brand, destilliert in einer einmaligen Auflage von 3.000 Einheiten, ist eine Kategorie. Ein kulturell verankerter Gegenstand mit hebräischer Dokumentation, persönlicher rabbinischer Widmung und beiliegendem Rebbe-Dollar ist eine andere. Die Rebbe-Flasche vereint beide Kategorien in einem einzigen Objekt. Für den Sammler bedeutet das, dass die Flasche gleichzeitig in mehreren Verzeichnissen geführt werden kann: im Inventar seltener Spirituosen, im Inventar jüdischer Kulturobjekte, im Inventar der Familienartefakte. Jede dieser Zuordnungen ist legitim. Keine davon erschöpft die Bedeutung. Dr. Raphael Nagel (LL.M.) betont in den Allokationsgesprächen, dass die Flasche nicht als Anlage im engeren Sinn verstanden werden soll, sondern als Verwahrungsstück, das im Familienbesitz einen Platz findet. Die Auflage der Bereshit-Serie ist der Rahmen. Die Rebbe-Flasche, mit der Zahl 770 bei Tannenblut, ist innerhalb dieses Rahmens der einzige Punkt, der keine Wiederholung kennt.

Am Anfang stand das matte Schwarz einer einzelnen Flasche mit der Zahl 770. Am Ende steht dieselbe Flasche, in einer Vitrine, unter gedämpftem Licht, umgeben von einem Dokument in hebräischer Schrift und einem Dollar, der schon vor seiner Beilegung eine Geschichte trug. Dazwischen liegt die Arbeit einer Destillation im Schwarzwald, die Geduld einer rabbinischen Begleitung, die Entscheidung eines Hauses, eine Zahl nicht als Dekor zu verwenden, sondern als Erinnerung. Tannenblut hat die Rebbe-Flasche nicht als Spitze eines Sortiments entworfen, sondern als ruhenden Punkt einer Serie, die ohne diesen Punkt nicht vollständig wäre. Wer sich diesem Objekt nähern möchte, wird auf die Sammlerliste unter tannenblut.co/de/sammlerliste/ verwiesen.

Für wöchentliche Analysen von Dr. Raphael Nagel (LL.M.): auf LinkedIn folgen.
Die Sammlerliste bleibt offen für qualifizierte Kandidaten unter tannenblut.co/de/sammlerliste.
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